UKOUG Tech15 – Die „DOAG“ auf dem britischen Kontinent

Da besucht man eine tolle Konferenz, will einen kleinen Blogartikel schreiben und dann die große Frage: Wie kann man jemandem, der nicht dabei gewesen ist, diese tolle Atmosphäre beschreiben?

Erstmal: Ich in England. Nach langer Sehnsucht endlich mal wieder! Dann: Dreieinhalb Tage geballtes Wissen – ein riesiges Buffet an tollen Vorträgen, bei dem man einfach nur zugreifen muss!

Außerdem die Spannung: Auf wen trifft man als nächstes? Auf einen ‚alten‘ Bekannten, auf jemanden, den man bisher nur als „Avatar“ kennt, oder sogar auf einen der „Gurus“? Oder auf jemanden, mit dem gar nicht gerechnet hat?

Und die Aufregung: Das erste Mal halte ich im Ausland einen Vortrag in einer Fremdsprache. Und das auch noch am letzten Tag.

Das gibt eine Mischung, die vom rubbeligen Landeanflug bis zum Nachkonferenz-Kater durchgehend Adrenalin bis zum Stehkragen bedeutet!

Wie kam es dazu?

In einem Anflug von Leichtsinn hatte ich im letzten Mai ein Vortragsabstract für die jährliche Konferenz der UK Oracle User Group im Dezember eingereicht. Große Chancen hatte ich mir nicht wirklich ausgerechnet; aber im August erreichte mich tatsächlich eine Zusage.

Die Liste der anderen Referenten mit vielen bekannten Namen und Auszeichnungen war durchaus ein wenig einschüchternd, aber die Vorfreude überwog eindeutig!

Die Konferenz

Die UKOUG Tech kommt zusammen mit der parallel stattfindenden UKOUG Apps und UKOUG JDE (JD Edwards) auf über 2000 Besucher, ist also von der Größenordnung mit der größten Konferenz der Deutschen Oracle Anwendergruppe (DOAG) im November vergleichbar. In den vergangenen Jahren gab es Experimente mit alternativen Veranstaltungsorten, aber alle Beteiligten schienen glücklich zu sein, dass die Konferenz dieses Mal wieder im International Convention Centre (ICC) in Birmingham stattfand – mit den „German Christmas Market“ direkt davor.

Der Veranstaltungsort

Das ICC ist ein luftiges Gebäude mit etwas verstreuten Veranstaltungsräumen, die über viele Treppen und Brücken miteinander verbunden sind. An das Layout hat man sich aber spätestens am dritten Tag gewöhnt. Ein Highlight muss die ‚Media Suite A‘ gewesen sein, die „etwas“ vom Schuss lag. (Eine bebilderte Wegbeschreibung findet sich bei Twitter)

Das Extra

Eine Besonderheit der UKOUG Tech ist der SuperSunday, der vor Beginn der eigentlichen Konferenz stattfindet. Wer also schon am Vortag da ist und es geschafft hat, sich rechtzeitig anzumelden, kommt in den Genuss vieler zusätzlicher Vorträge von namhaften Referenten. Zum Beispiel:

  • Björn Rost – Applikationsentwicklung für RAC und Exadata
  • Richard Martens – Integration von Oracle Apex mit Google
  • Connor McDonald – 12c Features für Entwickler. Da auch Bryn Llewellyn, seines Zeichens Product Manager für PL/SQL, dabei war, ergaben sich zwischendurch immer wieder äußerst anregende Diskussionen mit dem Vortragenden 🙂
  • Paul Broughton – D3 in Apex

Programm

Aus meinem persönlichen Vortragsprogramm nur einige Highlights, um den Rahmen nicht zu sprengen:

  • Joel Goodman – Oracle Distributed Transactions
  • Jonathan Lewis – Just don’t do it (Vorstellung verschiedener Performance-Killer)
  • Joel Kallman – Modern Application Development with the Oracle Database
  • Shakeeb Rahman – Apex Universal Theme Round Table
  • Roel Hartman – Mastering the APEX Universal Theme
  • Tim Hall – Oracle Database Consolidation: It’s not all about 12c!

Oracle Standard Edition Stream

Ein Novum – auch für die UKOUG Tech – war ein eigener Stream zur Oracle Standard Edition. Angeregt unter anderem von den SE-Spezialisten Ann Sjökvist und Philippe Fierens gab es mehrere Vorträge und einen Round Table von Joel Goodman zum Thema Oracle SE mit Dominic Giles (Database Product Manager), und bekannten Gesichtern wie Jonathan Lewis und Maria Colgan. Das Fazit war sehr positiv und lädt dazu ein, sich näher mit der der SE2 zu beschäftigen.

Lunch

Auffällig entspannt war die tägliche Mittagspause. Anstatt wie bei anderen Konferenzen ständig mit sich selbst zu ringen, ob man nun einen Vortrag für das Essen sausen lässt, und wenn ja, welchen, gibt es bei der UKOUG eine explizite Zeit für Lunch und Gespräche – und das mitten in der Halle der Aussteller. Aus meiner Sicht eine Lösung, die sowohl den Besuchern wie auch den Sponsoren sehr entgegen kommt.

Die App zum Event

Ein hilfreiches und auch unterhaltsames Tool war der Conference Explorer, eine App mit unterschiedlichen Funktionen:

  • Planung der eigenen Agenda
  • Ein Verzeichnis mit Teilnehmern, Ausstellern und Referenten
  • Eine Übersichtskarte der Veranstaltungsräume und Ausstellung
  • Zugriff auf UKOUG-Infos über Twitter, Facebook, Google+ und Youtube
  • Diverse Informationen zur Anreise und zur lokalen Gastronomie
  • Eine „Schnitzeljagd“ mit unterschiedlichen Aufgaben und Preisen für jeden Tag. Für ein Gewinnlos musste man z. B. Sticker bei verschiedenen Ausstellern sammeln, seinen Ausweis an verschiedenen Ständen mit dem Raspberry Pi scannen lassen, ausgefüllte Feedbackbögen abgeben oder Photos mit unterschiedlichen Themen twittern.

Vortrag: APEX – Versionsvergleich

Am letzten Tag der Konferenz stand mein eigener Vortrag auf dem Programm. Natürlich hatte ich Lampenfieber. Was aber einen großen Teil der Nervosität genommen hat, war die nette und lockere Einführung durch den Session Chair, so dass die ersten Sätze gleich viel leichter fielen.

Der Auslöser für die Entwicklung meiner Versionsvergleich-Applikation war, dass ich von vielen Leuten Feedback bekommen habe, die keinen Spaß daran haben, einen Textvergleich auf APEX-Exportdateien zu machen.

APEX bietet mit den APEX-Views eine gute Grundlage für den Bau einer ansprechenderen Applikation. Bei der Entwicklung stößt man zwangsläufig auf viele interessanten Stellen in den Metadaten und lernt einiges über die Innereien und die historischen Bezeichnungen von APEX. Wer möchte, kann sich die Präsentation hier herunterladen. Sie bietet allerdings nur Anstöße, da ein Großteil der Präsentation aus der Live-Demo bestand.

Danke… und bis zum nächsten Mal!

Was mir – neben allem anderen – gut gefallen hat ist, dass die Referenten schon im Vorfeld mit vielen Infos versorgt und während der Veranstaltung unheimlich nett und professionell betreut wurden. Ein riesiges Dankeschön an die Organisatoren, die diese tolle Konferenz auf die Beine gestellt haben!

Ich liebäugele schon jetzt mit der UKOUG Tech16…

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