SQL Server vNext CTP 1.4 auch für Linux online

Im its-people Juni-Newsletter des vergangenen Jahres (link) habe ich schon auf die Linux-Version des neuen SQL-Servers hingewiesen. Vor wenigen Jahren hätte das kaum einer geglaubt, dass Microsoft solche Wege geht, aber heute passt das ohne weiteres in das neue Konzept von Microsoft. Zusammen mit Docker-Container für Windows, Windows 10 IoT für RaspberryPi oder das Linux-Subsystem in Windows 10.

Aktuell hält sich Microsoft mit den Namen für die kommende Version noch sehr bedeckt. Es ist üblicherweise nur von vNext die Rede. Auf dem Microsoft Tech-Summit wurde uns dann der aktuelle Stand vorgeführt.

Auch wenn noch nicht alle Features implementiert sind, so wurde doch mehrfach versichert, dass geplant ist, dass die Linux-Version fast alle Funktionen der Windows-Version erhalten soll. Zumindest im Bereich der Core-Datenbank. Die Analysis- und die Integration Services stehen noch nicht auf dem Fahrplan. Auch für Linux soll es die üblichen Editionen (Express, Standard, Enterprise und Developer) geben.

Schauen wir mal, für welche Umgebungen Microsoft den aktuellen Public-Preview (CTP 1.4) herausgebracht hat:

  • Als erstes natürlich als native Windows Anwendung, so wie man den SQL-Server kennt

  • Ebenso die durch Microsoft gehostete Azure

  • Neu ist die Linux Version. Microsoft bietet zur Zeit Installationshilfen für die folgende Environments:

    • Red Hat Enterprise Linux 7.2

    • Ubuntu Linux 16.04

    • SUSE Linux Enterprise Server v12 SP2

  • Ebenfalls neu ist das Docker Image der Linux-Version.

Gerade für einen ersten Blick auf die Linux-Version bietet sich das Docker Image an. Docker läuft sowohl auf verschiedenen Linux-Versionen als auch in virtuellen Maschinen auf Windows und MacOS. Hat man schon Docker auf seinem System laufen kann man einfach mit,

docker pull microsoft/mssql-server-linux

sich die neuste Version des SQL-Servers für Linux ziehen (MacOS und Linux-User das ganze eventuell mit einem sudo davor). Diese Version läuft 180 Tage. Nachdem das Image geladen wurde, muss der Container nur noch gestartet werden. Der SQL-Server möchte neben den Port (üblicherweise 1433) auch noch 2 Umgebungsvariablen. Zum einem das Passwort für SA und zum anderen muss die EULA akzeptiert werden.

Diese findet man unter dem Link weiter unten. Auch hier reicht wieder ein Befehl:

docker run -e ‚ACCEPT_EULA=Y‘ -e ‚SA_PASSWORD=<ganzGeheimes!Passw0rt>‘ -p 1433:1433 -d microsoft/mssql-server-linux

Schon hat man seinen SQL-Server am Laufen.

Das Docker-Image kommt seit der 1.4 auch mit sqlcmd und bcp command. Wer mehr möchte, verwendet entweder eine vorhandene Version des SQL Server Management Studio (SSMS) von Windows oder nutzt den folgenden Link als Startpunkt um Tools und Codebeispiele für Windows und Linux zu beziehen. Dort findet man auch die Versionen für Windows und Linux:

link

Und allen, die jetzt Lust bekommen haben die neue Version zu testen, wünsche ich viel Spaß!

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