Premiere: Die Oracle Code in Berlin

Michael Künzner und Christian Rogge haben am 24. April 2017 erstmalig die „Oracle Code“ in Berlin besucht und berichten hier von ihren Eindrücken.

Es gab dort auf der Messe reichlich Informationen, um Eindrücke von neuen Trends zu gewinnen. Zum Hands-On-Lab musste sich allerdings angemeldet werden, sodass wir zu den abgehaltenen Docker und Cloud Sessions nichts sagen können.

Verschiedene Fachthemen

Im ersten Vortag zeigte Oracle, dass man auch ein Pendant zu Alexa & Siri hat – das nennt sich nur Chatbots.

Der einzige reine SQL-Vortrag beschäftigte sich mit der Erkennung von Betrugsversuchen. Die Live-Demo präsentierte hierzu Beispielüberweisungen, die mittels der RegExp-Funktionalität nach gewissen verdächtigen Mustern untersucht wurden.

Ein Mitarbeiter des Goethe-Institutes aus Frankfurt zeigte eine visuelle Programmentwicklung von GUIs, wobei die textuellen Änderungen parallel sichtbar wurden.

Die Kaffeepausen und die Mittagspause boten reichlich Gelegenheit zum Networking. Nebenbei konnte man sich an einigen wenigen Infoständen die Zeit vertreiben.

Der Nachmittag startete mit „Java im Web Browser“. Hier wurde gezeigt, wie einfach damit ein Chat-Server aufgebaut werden kann, den alle Teilnehmer mit ihren Handys nutzen konnten.

Ein etwas theoretischer Vortrag handelte von der testgetriebenen Entwicklung, um nicht seine Projektziele aus den Augen zu verlieren.

Die Oracle Datenbank für „all your data“

Ab Oracle Version 12c ist es problemlos möglich, JSON Datenstrukturen in der Oracle Datenbank zu speichern und mit Hilfe von SQL auszuwerten. Anders als bei XML, bei dem die Datenbank einen eigenen Datentyp anbietet, werden JSON Datenstrukturen ganz einfach in einem VARCHAR2, CLOB oder BLOB einer Oracle Tabelle abgespeichert. Um diese Funktionen zu nutzen, sind keine zusätzlichen Installationen oder Konfigurationen erforderlich. Die Funktionen sind mit allen Standard Funktionen der Datenbank verwendbar, und stehen auch in allen Datenbank- und Cloud- Editionen zur Verfügung.

Beim Zugriff über die SQL und PL/SQL Schnittstelle stehen Funktionen und Operatoren für Zugriffe über JSON Pfad Ausdrücke bereit. Indizierung von JSON Datenstrukturen, sogar linguistische und relationale View Generierung sind möglich. Umgekehrt funktioniert auch die Erstellung von JSON Objekten auf relationalen Daten der Datenbank. Die Oracle Botschaft ist, wenn der Kunde schon Oracle einsetzt, kann er sie bequem als JSON Speicher nutzen und muß nicht extra eine Spezialdatenbank, wie z.B. MongoDB verwenden.

Moderne Anwendungen und relationale Datenbanken

Carsten Czarski ging in seinem Vortrag auf die modernen Programmierumgebungen im Oracle Umfeld ein. Neben der bereits bekannten browsergestützten Programmierumgebung APEX, werden auch JavaScript und die REST Services immer wichtiger.

Um letztere für die Oracle Datenbank bereitzustellen, ist auf einem Applikationserver wie z.B. WLS, Glassfish oder Tomcat, der „Oracle REST Data Service“ ORDS zu implementieren.

Dieser Datenservice stellt die Kommunikation zur Oracle Datenbank, sowie zur Oracle NoSQL Datenbank sicher. Nach der Konfiguration der Datenservices stehen die REST Kommandos GET (selektiert), POST/PUT (Daten schreiben) sowie DELETE (Zeilen löschen) auf Tabellenebene zur Verfügung.

Für JavaScript Programmierer steht eine Schnittstelle über Node.js und eine Oracle Client Library zur Verfügung. Die Installation ist einfach. Oracle Client installieren (am besten „Instant Client“), Umgebungsvariablen setzen und node-oracledb installieren (npm install). Der Programmierer kann dann die Funktionen der Oracle OCI Schnittstelle in seinen JavaScript Programmen verwenden.

Fazit

Die Vorträge auf der Oracle Code waren stark von Oracle Mitarbeitern geprägt und auch sehr Java-lastig. Insbesondere die beiden Präsentationen von Carsten Czarski „Moderne Anwendungen und relationale Datenbanken? Natürlich!“ und der Vortrag von Ulrike Schwinn „Heterogene Datenspeicherung in der Oracle Datenbank 12.2 am Beispiel von JSON“ waren deshalb natürlich Produktpräsentationen der Oracle Datenbank.

Beide Präsentationen zeigten aber letztendlich sehr schön, dass die 30 Jahre alte Datenbank von Oracle immer noch mit der Zeit geht, und offen ist für moderne Programmierkonzepte und Sprachen, sowie für neue Datenobjekte wie z.B. JSON.

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