Nearshore – Offshore – Regioshore – Wohin führt der Weg?

Nähern wir uns zunächst den ersten beiden Anglizismen mit dem Wörterbuch finden wir zunächst das „shore“ „ Küste“ oder „Ufer“ heißt. Gleichzeitig sind beide Begriffe „nearshore“ und „offshore“ in der Informationstechnologie (IT) eingeführt.  Sie stehen für die Auslagerung (Outsourcing) von (IT)-Dienstleistungen an Firmen in nahen „near“ oder entfernten „off“. In beiden Fällen jedenfalls zu kostengünstigeren Märkten.

Nun liegen weder die nahen noch die entfernten Märkte notwendigerweise an einer Küste oder einem Ufer. Warum also das Wort „shore“? Ehrlich gesagt ich weiß es nicht – erfahren habe ich jedoch,  dass die Realisierung von Auslagerungen von IT Dienstleistungen für viele ein „Aufbruch zu neuen Ufern“ ist. Ob der Erfinder der Begriffe so weitsichtig war?

Bei der Auseinandersetzung mit dem Aufbruch zu neuen Ufern sind drei Thesen und die daraus folgenden Konsequenzen relevant:

1.) Der Bedarf für Near- oder Offshore Projekte steigt!

In Deutschland fehlen schon heute MINT-Fachkräfte (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Der ungedeckte Bedarf wird sich in den nächsten 10 Jahren vergrößern. Diese Behauptung ist durch eine Reihe von Untersuchungsergebnissen gut gesichert. In der Folge können wir davon ausgehen, dass es in den nächsten 10 Jahren in Deutschland zunehmend schwieriger und teuer werden wird, die entsprechenden MINT-Fachkräfte zu finden.

Firmen mit internationaler Präsenz haben es einfacher, dieses Risiko zu beherrschen. Sie werden, gerade wegen ihrer Internationalität, von Bewerbern häufig als attraktiver betrachtet und stellen zudem Mitarbeiter an Orten im Ausland ein, die kostengünstiger sind. Umso mehr steigt das Risiko für deutsche Firmen mit nationaler Präsenz. Im Sinne einer vernünftigen Risikobeherrschung steht daher auch für diese Firmen die Auseinandersetzung mit dem Thema jetzt an.

2.) Wenn Sie häufig IT – Projekte haben, an denen 5 oder mehr Personen mitwirken, ist das Potential für einen Near- oder Offshore Ansatz gegeben!

Wenn Sie ab und zu einmal ein IT-Projekt haben oder ihre IT-Projekte in der Regel weniger als ein Handvoll Mitarbeiter haben, können Sie gerne aus Interesse weiterlesen, die Notwendigkeit in ihrem Geschäft Near- oder Offshore-Projekte „zu fahren“ besteht allerdings nicht. Suchen Sie sich einen lokalen Partner und behandeln Sie ihn wie einen solchen, damit er auch in Zeiten mit knapperen Ressourcen an Ihrer Seite steht. In allen anderen Fällen haben Sie Potential für Near- oder Offshore-Ansätze.

Dieser Erfahrungswert lässt sich leicht begründen. Sowohl die Auswahl der entsprechenden oder Offshore-Firma als auch das „Managen“ der dort zu implementierenden Projekte kostet Zusatzaufwand, den Sie sonst nicht hätten. Dieser Zusatzaufwand wird aus Erfahrung bei einer  Projektgrösse von 4 Projektmitarbeitern aus kostengünstigeren Märkten neutralisiert.  Bei 5 oder mehr Personen pro Projekt haben Ihre Projekte Potential, ein besseres Leistungs/Preis – Verhältnis zu erzielen. Allerdings muss das Potential erschlossen werden.

Daher:

3.) Auf den richtigen Partner kommt es an!

Kultur, Kooperation, Kompetenz zählen, in dieser Reihenfolge.

Kultur: Deutschland ist weltweit bekannt für seine Ingenieurkunst. Gemeint ist hier Funktionsweise, Präzision, Detail, Qualität. Wählen Sie einen Partner bei dem „gutes Engineering“ Teil der Kultur ist. Schauen Sie sich einfach an, wie der Partner neue Mitarbeiter einstellt, dann sehen Sie schnell, ob „gutes Engineering“ Teil der Kultur ist.
Kooperation: Oftmals hat Outsourcing das Stigma, dass der Auftraggeber alles genau vorschreiben muss, bevor dann der Auftragnehmer in der Lage ist, Projektergebnisse zuzuliefern. Lassen Sie sich durch dieses Stigma nicht aufhalten sondern wählen Sie einen Partner, dessen Kooperations-Verständnis ist, dass die Projektmitarbeiter initiativ mitdenken. Bei einem Probeprojekt werden Sie schnell merken, was ich meine. Denn Sie beauftragen bestimmte Ergebnisse und bekommen zügig Vorschläge wie Sie in derselben Zeit, noch bessere Ergebnisse erzielen können.
Kompetenz: Das die Mitarbeiter des gewählten Partners die entsprechende Kompetenz in ihrem Fach und auch in der Interaktion mitbringen müssen versteht sich von selbst. Mir war hier wichtig festzuhalten, dass häufig Kompetenz als vermeintlich wichtigstes Kriterium angesehen wird. Meine langjährige Erfahrung hat mir gezeigt, dass „unpassende“ Kultur oder Kooperation nicht durch Kompetenz kompensiert werden können!

Und nun komme ich zum dritten Anglizismus aus dem Beitragstitel: „Regioshore“.

Wenn Sie sich nun die Frage stellen, wie finde ich den richtigen Partner, können Sie gerne its-people fragen. Wir haben die richtigen Partner schon gefunden. Wir kooperieren mit diesen für unsere Kunden, indem beispielsweise ein erfahrener its-people Projekt-Manager für unsere Kunden das Near- oder Offshore Projekt leitet. Direkt beim Kunden und in deutscher Sprache.

Das hatten wir im Sinn, als its-people vor 10 Jahren den Begriff „regioshore“ schützen ließen. Das war weitsichtig!

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