Nachhaltigkeit @ its-people – heiter bis wolkig

its-people als innovativer Verbund selbständiger Unternehmer befindet sich nach der Gründung der ersten Gesellschaft im Oktober 2003 nunmehr im 9. Jahr erfolgreicher Geschäftstätigkeit. Legt man die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs „längere Zeit andauern oder bleiben“[1] zugrunde,  könnte man sich also entspannt zurücklehnen und feststellen, dass die Nachhaltigkeit der Ideen und Konzepte von damals grundsätzlich unter Beweis gestellt ist.

Im Phönix-Report 2011 untersucht Marktbegleiter „accenture“ Erfolgsfaktoren und Strukturen die dazu führen, dass Unternehmen herausragende Ergebnisse erzielen. Dort wird empirisch belegt, dass Nachhaltigkeit sich auszahle und u.a. wird festgestellt:

„Überdurchschnittlich unternehmerisch orientierte Organisationen weisen eine deutlich höhere Profitabilität auf als Organisationen, in denen unternehmerisches Handeln nicht gefördert wird.“[2]

Aber das Thema ist natürlich deutlich komplexer, und dieser Artikel wäre nicht mit „heiter bis wolkig“ überschrieben, wenn es nicht neben vielem, was wir bislang erreicht haben und worauf wir mit Recht stolz sein können, auch noch einige Betätigungsfelder gäbe, in denen bei its-people noch Spielraum für kontinuierliche Verbesserungen läge.

Bereits 2002 hat die Bundesregierung unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland“ die nationale Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen, ein Managementkonzept dazu vorgestellt und 38 Indikatoren zu 21 Themen definiert. Die Entwicklung der Indikatoren wird durch das statistische Bundesamt fachlich analysiert und regelmäßig in einem Indikatorenbericht festgehalten.

Der 4. und damit aktuelle Bericht wurde im Februar 2012 veröffentlicht und gliedert die Themen in die vier Hauptbereiche:

  • Generationengerechtigkeit
  • Lebensqualität
  • sozialer Zusammenhalt
  • Internationale Verantwortung.

Auch wenn es offensichtlich ist, dass für ein IT-Dienstleistungsunternehmen wie its-people nicht alle Einzelindikatoren wie „Staatsdefizit“ oder „Gütertransportintensität“ direkt zu beeinflussen sind – eine vollständige Abhandlung selbst der verbleibenden Indikatoren würde dennoch den Rahmen hier deutlich sprengen.

Der „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ wurde von der Bundesregie rungbereits im April 2001 berufen. Er hat am 23.10.2011 den Deutschen Nachhaltigkeitskodex beschlossen und

„empfiehlt Unternehmen jeder Größe aus Produktion, Handel und Dienstleistung, allen Organisationen, Stiftungen, NGOs, Gewerkschaften, Universitäten, Wissenschaftsorganisationen und Medien den Deutschen Nachhaltigkeitskodex zur Anwendung im Sinne der freiwilligen Selbstauskunft gegenüber der interessierten Öffentlichkeit.“[3]

Der Kodex geht (natürlich) bei den genannten Unternehmen von klassisch aufgestellten Unternehmensformen aus und unterstellt dabei die Existenz von Hierarchien und insbesondere ein arbeitsrechtlich relevantes Weisungsrecht – beides nicht zutreffend für das Unternehmensmodell von its-people.

Die Geschäftsführung einer its-people-Verbundgesellschaft kann den Betrieb der GmbH selbst sowie die eigenen Aktivitäten der handelnden Personen im Management nachhaltig organisieren:

  • So sind die absoluten Ausgaben für Energie in den Büroräumlichkeiten in den letzten Jahren trotz steigender Energiepreise kontinuierlich gesunken. Möglich wurde dies durch den bewussten Einsatz energieeffizienter Geräte im Falle von Ersatzinvestitionen, intelligentes Flächenmanagement und intensives Ressourcensharing der einzelnen Einheiten.
  • Auch bei der Auswahl von Dienstleistungen, die wir selbst beziehen, ist Ressourcenschonung grundsätzlich ein Kriterium für uns. So ging der im letzten Jahr vollzogene Providerwechsel für das Hosting der Collaboration-Suite mit einer signifikanten Energieeinsparung einher – bei gleichzeitig verbesserter Servicequalität.

Aber dies ist eben nur ein geringer Anteil an der Gesamtwirkung der operativen Tätigkeit von its-people mit all seinen Mitgliedern.

Im klassisch aufgestellten Unternehmen erhält der abhängig Beschäftigte einen Firmenwagen, ein Pool-Fahrzeug oder ein Ticket für den Weg zum Kunden. Selbständige Unternehmer entscheiden ständig selbst – auch darüber wie sie ihre individuelle Mobilität organisieren. Bei its-people tun sie dies auf Basis eines von den Mitgliedern selbst erarbeiteten Wertekodex, der auch das Thema „Verantwortung“ (Wertekodex) umreißt.

Unter der Überschrift „Gesellschaft“ gibt der „Deutsche Nachhaltigkeitskodex“ Empfehlungen zu Arbeitnehmerrechten und Diversity:

„Das Unternehmen berichtet, wie es darauf hinwirkt, die Arbeitnehmerrechte sowohl national als auch international anhand anerkannter Standards zu achten sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern“[4]

Ohne abhängig beschäftigte Arbeitnehmer kann man keine für diese Gruppe konzipierten Standards beachten – aber kann man denn mehr tun, als allen „mitarbeitenden“ Selbständigen die Beteiligung an einer Gesellschaft anzubieten und damit die maximale Mitbestimmung bei der Entwicklung „Ihrer“ Gesellschaft zu ermöglichen?

„Das Unternehmen legt offen, welche Maßnahmen es ergriffen hat, um die generelle Beschäftigungsfähigkeit (Employability) aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und im Hinblick auf die demografische Entwicklung anzupassen.“[5]

Employability heißt übersetzt in unsere Tätigkeit „Marktwerterhaltung“ und „Marktwertsteigerung“ und bedeutet bei its-people ständige Aus- und Weiterbildung. Während der klassische IT-Einzelkämpfer die Markt-, Trend-, Produkt- und Nachfragebeobachtung allein bewerkstelligen und seine individuellen Rückschlüsse und Entscheidungen zur für ihn adäquaten Weiterbildung allein treffen muss, genießt der its-people Professional die Vorzüge einer gemeinschaftlichen Beurteilung und Erarbeitung relevanter Bildungsinhalte. Diese können von bewährten Ausbildungspartnern über its-people ausserdem weitaus günstiger bezogen werden als er es allein je könnte.

Das statistische Bundesamt[6] berichtet in diesem Kontext auch über die Zielverfehlung, die Gleichstellung der Frau bis zum Jahr 2010 dergestalt zu verbessern, dass diese statistisch nur noch 15% weniger verdienen – im November 2011 lag der Wert jedoch immer noch bei 23%.

Im its-people-Verbund liegt der Abstand bei nachweislich exakt 0%. Es gab seit Bestehen der ersten Gesellschaft keinen einzigen Fall, in dem eine Frau auch nur einen Cent schlechter honoriert worden wäre als ihr männlicher Kollege.

Allerdings bringt uns das Thema Frauen im its-people Verbund auch zur Wolke der Überschrift: Es sind zu wenige! Nicht nur, dass sich unsere derzeitigen Kolleginnen weitere Kolleginnen im Team wünschen würden, nein, auch alle männlichen Professionals und das Management-Team ohne Ausnahme!
Und obwohl das Management-Team durchaus auf signifikante Erfolge in früheren Positionen bei der aktiven Erhöhung des Anteils der Beraterinnen verweisen kann: Es gab im gesamten letzten Jahr keine einzige Bewerbung einer Frau!

Sollte die aktuelle Sommerloch-Debatte in Politik und Medien also zur, zugegebenermaßen mittelfristig unwahrscheinlichen, gesetzlichen Verpflichtung der Einführung von „Quotenfrauen“ führen, müssten wir leider darauf verweisen, dass es in einem Verbund von Selbständigen keine „Führungspositionen“ gibt, die man quotal besetzen könnte. Die Fakten werden dadurch nicht geändert.

Um dennoch heiter zu schließen sei die Frage erlaubt, welchen Einfluss die Tätigkeit eines unserer Professionals, sagen wir mal als DWH-Architekt, auf die Artenvielfalt und Landschaftsqualität haben kann?

Der Indikatorenbericht des statistischen Bundesamtes kennzeichnet dieses Kriterium mit einer Gewitterwolke, was einer Entwicklung in die falsche Richtung entspricht. Im Text wird erläutert:

„Grünlandumbruch und zunehmender Energiepflanzenanbau können negative Auswirkungen auf Land­schaftsqualität und Artenvielfalt haben“.[7]

Respekt! Ökologischer Nonsens rhetorisch brillant so verklausuliert, dass die Aussage scheinbar politisch korrekt der aktuellen politischen Richtlinie nicht direkt widerspricht und gleichzeitig später niemand behaupten kann, man habe nicht bereits 2012 darauf hingewiesen.

Denn Energiepflanzen sind die gleichen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die wir auch unter dem Namen Kartoffel oder Mais allgemein als Nahrungsmittel bezeichnen. Und „können“ weil natürlich heute niemand absehen kann, ob sich der Bedarf an Agrarfläche für „Energiepflanzen“ nach Umsetzung der E10-Richtlinie 2011 nicht doch auf wundersame Weise reduziert.

Platt, aber sehr deutlich ist da doch der Aufkleber am Tankdeckel eines its-people-Mitglieds:

„E10-Plörre? Dieses Fahrzeug säuft keinen kleinen Kindern das Essen weg!“

Wir sind eben anders!


[1] Lexikon der Nachhaltigkeit, Aachener Stiftung Kathy Beys

[2] accenture, im Vorspann zum Phönix-Report Teil 1 von 2011

[3] Der Deutsche Nachhaltigkeits-Kodex, Rat für Nachhaltige Entwicklung, Seite 3

[4] Der Deutsche Nachhaltigkeits-Kodex, Rat für Nachhaltige Entwicklung, Seite 12

[5] Der Deutsche Nachhaltigkeits-Kodex, Rat für Nachhaltige Entwicklung, Seite 12

[6] Indikatorenbericht 2012, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Seite 58 ff

[7] Indikatorenbericht 2012, Statistisches Bundesamt, Wiesbaden, Seite 17

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