Industrie 4.0 – Nichts ist stetiger als der Wandel

Teil 2, Die vierte industrielle Revolution

Mit dem Begriff „Industrielle Revolution“ bezeichnet man die seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stattfindenden Umwälzungen innerhalb der Produktion. Dabei unterscheidet die Fachwelt inzwischen vier Phasen. So entstand der Name Industrie 4.0 für die aktuellen Veränderungen innerhalb der Industrie, welcher beispielsweise „Internet of Things“, „Cyber Physical Systems“ und „Big Data“ als Schlagworte kennt.

Es war nun aber keineswegs so, dass der Industrie x.0 Ansatz zu Beginn der Einführung der Dampfmaschine geprägt wurde. Vielmehr werden erst seit 1970 – zu Beginn der CAD/CAM-Ära – die Begriffe Industrie 1.0 bis 3.0 verwendet. Die Industrie 4.0 wird dabei oft als industrielle Revolution bezeichnet. Vielleicht liegt dies daran, dass auf Industrie 4.0 basierende Geschäftsmodelle oft einen disruptiven Charakter aufweisen.

Sicherlich haben auch die teilweise dramatischen technologischen Umwälzungen innerhalb der Warenproduktion ihren Beitrag dazu geleistet. Nach meiner Einschätzung überwiegt jedoch der evolutionäre Ansatz, da sich die Transformationen noch über Jahrzehnte hinziehen können. Viele wichtige Elemente sind noch nicht einmal angedacht. Ganz zu schweigen von entsprechenden Lösungen.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist, ob Industrie 4.0 technik- oder marktgetrieben sei. Es ist hierbei sicherlich richtig, dass ohne die Fortschritte im Bereich der Technologie, wie zum Beispiel in Bezug auf die Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit von elektronischen Komponenten, wie auch dem Internet als Kommunikationsmedium, Industrie 4.0 undenkbar wäre.

Dennoch schätze ich den Markt als den wichtigeren Treiber im Vergleich zur Technologie ein. Denn ohne signifikante Nachfrage macht die Transformation auf Industrie 4.0 für ein Unternehmen wenig Sinn. Vielleicht mag diese Feststellung provokant wirken. Meine Erfahrungen mit 4.0 Projekten zeigen jedoch, dass diese – bei allem technologischen Fortschritt – durchaus im Misserfolg enden können, wenn der Kundennutzen nicht umfassend herausgearbeitet wurde.

Zum Glück aber überwiegen die positiven Beispiele, welche Mut machen sollten. Dabei zeichnen sich die besagten Projekte durch einen hohen Anteil individueller Umsetzungen mit Berücksichtigung des spezifischen Umfeldes aus. Ferner ist allen erfolgreichen Transformationen die exzellente Herausarbeitung des Kundennutzens gemein. Einige hiervon werde ich in der nächsten Folge dieser Artikelserie vorstellen.

Fortsetzung folgt.

Industrie 4.0, Teil 1 – Industrie 3.0 IoT-Internet of Things

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